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Haarpflege mit ätherischen Ölen
Glänzendes Haar und natürliche Fülle entstehen nicht nur durch äußere Pflege – sondern vor allem durch ein gesundes Gleichgewicht der Kopfhaut.
In diesem Beitrag erfährst du, wie Haarpflege mit ätherischen Ölen funktioniert, welche Öle sich besonders gut eignen und wie man einfache Anwendungen für mehr Glanz, weniger Schuppen und kräftigeres Haar ganz leicht in seine Pflegeroutine integrieren kann.

Warum Haarpflege mit ätherischen Ölen so gut funktioniert
Unsere Haare wachsen nicht einfach „aus der Haut heraus“, sondern aus hochaktiven kleinen Organen: den Haarfollikeln. Diese reagieren sehr sensibel auf alles, was in unserem Körper passiert – auf Hormone, Stress, Nährstoffe, Durchblutung und natürlich auch auf die Gesundheit unserer Kopfhaut.
Genau hier setzt Haarpflege mit ätherischen Ölen an. Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenstoffe mit einer Vielzahl biologisch aktiver Inhaltsstoffe.
Viele dieser natürlichen Moleküle wirken antibakteriell, entzündungshemmend oder durchblutungsfördernd. Dadurch können sie die Kopfhaut in ihrer natürlichen Balance unterstützen – eine wichtige Voraussetzung für gesundes, kräftiges Haar.
Eine gut durchblutete Kopfhaut versorgt die Haarwurzeln besser mit Sauerstoff und Nährstoffen. Gleichzeitig können bestimmte ätherische Öle helfen, übermäßige Talgproduktion zu regulieren oder gereizte Kopfhaut zu beruhigen. Das Ergebnis: Die Bedingungen für gesundes Haarwachstum verbessern sich.

Kein Wunder also, dass ätherische Öle schon seit Jahrhunderten in der Haarpflege eingesetzt wurden – lange bevor es industrielle Shampoos und Conditioner gab. Heute entdecken immer mehr Menschen diese einfache und wirkungsvolle Form der natürlichen Haarpflege mit ätherischen Ölen wieder neu.
Die besten ätherischen Öle für gesundes Haar und eine ausgeglichene Kopfhaut
Nicht jedes ätherische Öl wirkt gleich auf Haare und Kopfhaut. Einige fördern die Durchblutung der Kopfhaut, andere helfen, die Talgproduktion zu regulieren oder beruhigen empfindliche Haut. In der Haarpflege mit ätherischen Ölen sind einige ätherische Öle besonders bewährt:
Rosmarinöl gehört zu den bekanntesten ätherischen Ölen für die Haarpflege. Es kann die Durchblutung der Kopfhaut fördern und dadurch die Versorgung der Haarwurzeln mit Sauerstoff und Nährstoffen verbessern. Viele Menschen nutzen Rosmarinöl deshalb, um das Haarwachstum zu unterstützen und dünner werdendem Haar entgegenzuwirken.
Lavendelöl wirkt besonders beruhigend auf die Kopfhaut. Es kann helfen, Reizungen zu lindern, die Haut zu regenerieren und ein gesundes Gleichgewicht der Kopfhaut zu unterstützen. Gleichzeitig wird Lavendelöl oft eingesetzt, wenn Stress eine Rolle bei Haarausfall oder empfindlicher Kopfhaut spielt.
Teebaumöl und Thymianöl sind bekannt für ihre antibakteriellen und pilzhemmenden Eigenschaften. Deshalb werden sie häufig bei Schuppen oder juckender Kopfhaut verwendet. Sie können helfen, das natürliche Mikrobiom der Kopfhaut zu stabilisieren und unangenehme Reizungen zu reduzieren.
Zedernholzöl und Zypressenöl werden traditionell eingesetzt, um die Talgproduktion zu regulieren. Sie eignen sich besonders für Menschen mit fettiger Kopfhaut oder schnell nachfettendem Haar. Zedernholzöl ist außerdem sehr beruhigend und entspannend – es ist mein Lieblingsöl für die Abendroutine: Einfach einen Tropfen pur auf die Kopfhaut massieren.
Pfefferminzöl kann ein angenehm kühlendes Gefühl auf der Kopfhaut erzeugen und die Durchblutung anregen. Es kann die Haarfollikel anregen und das Haarwachstum fördern. Gib zum Beispiel regelmäßig 2 Tropfen zu deinem Haar-Conditioner (der möglichst „bio“ und frei von künstlichen Duftstoffen, Weichmachern etc. sein sollte).
Muskatellersalbeiöl (Clary Sage): Ist ein hormonausgleichendes „Frauenöl“, sehr hilfreich bei der Haut- und Haarpflege (bitte nicht in der Schwangerschaft verwenden, da es wehenfördernd wirkt!). Bei brüchigem Haar ein bis zwei Tropfen mit einem Trägeröl verdünnt in die Haare massieren, unterstützt die Haarstärke.
Ylang Ylang ätherisches Öl: Unterstützt die Sebum-Bildung (Sebum = wird von Talgdrüsen gebildet und enthält wichtige Bestandteile wie z.B. Triglyzeride, freie Fettsäuren oder Squalane, die den natürlichen Schutzfilm der Haut bilden). Es ist sehr bewährt bei stumpfen Haar ohne Glanz.
Sandelholzöl (Sandelwood): Ist besonders bewährt bei trockenem Haar. Zur Glättung trockener Spitzen direkt in die Haarspitzen massieren.
Wichtig ist dabei immer: Ätherische Öle sind hochkonzentriert, man braucht nicht viel, um Haare und Kopfhaut zu unterstützen. Für optimale Ergebnisse sollte man sie „mäßig, aber regelmäßig“ anwenden, zum Beispiel in einem milden Shampoo, einem Trägeröl oder einer selbstgemachten Haarkur.
Haarpflege mit ätherischen Ölen: So wendest du sie richtig an
Die Anwendung ätherischer Öle in der Haarpflege sollte einfach sein, damit sie zur Pflegeroutine passt und man sie wirklich regelmäßig nutzt:
- Im Shampoo oder Conditioner: Regelmäßig 1 bis 2 Tropfen ätherisches Öl zu Shampoo oder Conditioner geben
- Kopfhautmassage: 1 bis 2 Tropfen ätherisches Öl pur oder mit Trägeröl verdünnt sanft einmassieren
- Leave-In-Spray: Eine Mischung ätherischer Öle mit sauberem Wasser in einer Sprühflasche herstellen und nach dem Haarewaschen ins noch feuchte Haar und auf die Kopfhaut sprühen
- Haarmaske: Ätherisches Öl (oder Mischung) mit einem guten Trägeröl vermischen (z.B. Arganöl, Jojoba-Öl oder fraktioniertes Kokosöl), einmassieren 10 Minuten unterm Handtuch einwirken lassen und anschließend Haare normal waschen und pflegen
Wichtig ist: Ätherische Öle sind nicht fettend.
Wenn man ihre Wirkung intensivieren möchte, empfiehlt es sich, sie mit einem guten Trägeröl zu vermischen und länger einwirken zu lassen.
Trägeröle wie Arganöl, Rizinusöl, Jojobaöl und Kokosöl enthalten Fettsäuren und Vitamine, die die Kopfhaut und die Haarfollikel pflegen und stärken können. Sie fördern also zusätzlich zu den ätherischen Ölen eine gesunde Kopfhaut und das Haarwachstum.
Bitte achte wie bei der Hautpflege auf gute und hochwertige Pflegeprodukte und Trägeröle ohne Zusatz- und künstliche Duftstoffe – denn die können die Aufnahme der wertvollen Öle und den gesunden Stoffwechsel von Haaren und Kopfhaut empfindlich stören.
Haarausfall in den Wechseljahren: Haarserum mit ätherischen Ölen
Viele Frauen bemerken in den Wechseljahren, dass ihr Haar plötzlich dünner wird, an Fülle verliert oder vermehrt ausfällt.
Der Grund dafür liegt meistens in den hormonellen Veränderungen: Sinkende Östrogenspiegel können dazu führen, dass die Wachstumsphase der Haare kürzer wird und die Haarwurzeln empfindlicher auf Stress, Nährstoffmangel oder Entzündungen reagieren.
Die gute Nachricht: Die Kopfhaut ist ein lebendiges System, das sich positiv beeinflussen lässt. Eine gute Durchblutung, eine ausgeglichene Talgproduktion und eine entspannte Kopfhaut schaffen bessere Bedingungen für gesundes Haarwachstum.

Genau hier kann ein Haarserum mit ätherischen Ölen ansetzen. Bestimmte ätherische Öle wie Rosmarin, Lavendel oder Zedernholz sind dafür bekannt, die Kopfhaut zu stimulieren, die Durchblutung zu fördern und die natürliche Balance der Haut zu unterstützen.
Wichtig: Bitte wende dich bei starkem oder länger anhaltenden Haarverlust unbedingt zeitnah an den Hautarzt/die Hautärztin deines Vertrauens, um die Ursache abklären zu lassen!
Dünnes Haar und Haarausfall
Unser Organismus ist wie ein mechanisches Uhrwerk: Jedes Rädchen hat eine Funktion, alle Rädchen greifen ineinander. Sobald ein Rädchen nicht mehr richtig funktioniert, kann es das gesamte Räderwerk zum Stehen bringen. Das passiert beim Haarwachstum beispielsweise dann, wenn ein Baustein fehlt, den unsere Haarwurzeln brauchen, um Haare wachsen zu lassen.
Unsere Haarfollikel müssen gut mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt sein, sonst bleibt das Räderwerk stehen. Von außen lässt sich oft schlecht erkennen, welches Rädchen das Haarwachstum bremst, so dass mehr Haare ausfallen als nachwachsen.
- An Haut, Haaren und Fingernägeln sieht man immer als erstes, wenn man im Stress ist oder Nährstoffe fehlen. Haarwurzeln und Hautzellen reagieren besonders empfindlich, wenn etwas nicht stimmt – beispielsweise bei Stress, Schlafmangel oder ein Ungleichgewicht im Hormon- oder Nährstoffhaushalt.
- Der Hauptgrund für Haarausfall bei jungen Mädchen und Frauen ist Eisenmangel. Der lässt sich mittels eines Bluttests leicht feststellen und supplementieren.
- Etwas komplizierter ist es, wenn ein oder mehrere andere Bausteine fehlen, die fürs Haarwachstum essenziell sind. Beispielsweise Arginin, eine Aminosäure, die fürs Haarwachstum absolut wichtig ist.
- Generell gilt: Ätherische Öle können viel, aber essenzielle Bausteine ersetzen, können sie nicht.
Deshalb ist es auch für schöne Haare so wichtig, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und Lebensweise zu achten, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.
Kollagen, Biotin, Mineralstoffe: Das Haarwachstum von Innen stärken
Wenn wir älter werden, ändert sich nicht nur unser Hormonspiegel, sondern auch die körpereigene Bildung von körpereigenem Kollagen geht zurück. Die Haut wird durch den Mangel an Östrogen und Kollagenen entsprechend schlaffer, kleine Fältchen nisten sich ein, die Gesichtskonturen verlieren an Straffheit. (Es gibt insgesamt 28 verschiedene Kollagen-Typen, die in unterschiedlichen Geweben zu finden sind. Der Einfachheit halber spreche ich im Folgenden nur von „Kollagen“).
Das macht sich auch beim Haarwachstum bemerkbar:
- Kollagen ist notwendig, um Haut und Kopfhaut zu befeuchten, zu nähren und für eine günstige Umgebung für das Nachwachsen der Haare zu sorgen.
- Kollagen ist ein wichtiger Bestandteil der Blutgefäße. Sind die intakt, fördert das eine bessere Versorgung zum Beispiel auch der Haarfollikel mit Nährstoffen und Feuchtigkeit.
- Kollagen enthält wichtige Aminosäuren, die für die Bildung von Keratin, dem Hauptbestandteil des Haares, benötigt werden.
Neben Kollagen gibt es einige weitere Baustoffe, die für gesundes Haarwachstum wichtig sind:
- Biotin stärkt die Haare von innen – empfehlenswert bei brüchigen Haaren und Haarausfall
- Mineralstoffe wie Kupfer, Silizium, Eisen, Selen und Magnesium
- Vitamine A, B, C und E. (Vitamin C hemmt beispielsweise den Abbau von Kollagen)
- Omega-3-Fettsäuren versorgen Kopfhaut und Haarfollikel mit wichtigen Proteinen und Nährstoffen, fördern die Durchblutung der Kopfhaut und verhindern Entzündungen an den Haarfollikeln.
Fazit: Bad Hair Days müssen nicht sein!
Eigentlich hat Mutter Natur uns mit allem ausgestattet, was wir für schöne und gesunde Haare brauchen. Wenn du alte Kinderfotos von dir anschaust, siehst du oft genau das: kräftiges, glänzendes Haar – ganz ohne aufwendige Pflegeprodukte.
Wenn sich jedoch ein Bad-Hair-Day an den nächsten reiht, liegt das häufig nicht daran, dass unsere Haare „schwierig“ sind. Viel öfter sind Haare und Kopfhaut schlicht aus dem Gleichgewicht geraten. Viele Shampoos und Pflegeprodukte versprechen zwar sofortigen Glanz und Geschmeidigkeit, doch hinter diesem Effekt stecken häufig Silikone, Weichmacher oder andere synthetische Inhaltsstoffe, die das Problem eher überdecken als lösen. Kurzfristig wirken die Haare glatter und gepflegter – langfristig können Kopfhaut und Haarwurzeln aber dadurch komplett aus der Balance geraten.
Genau hier setzt Haarpflege mit ätherischen Ölen an.
Natürliche Pflanzenessenzen unterstützen die Kopfhaut dabei, wieder ins Gleichgewicht zu kommen, fördern eine gesunde Durchblutung und schaffen bessere Bedingungen für kräftiges Haarwachstum.
Manchmal braucht es dafür keinen ganzen Schrank voller Produkte, sondern einfach einen Schritt zurück – zurück zu einer natürlichen Pflege, die Haar und Kopfhaut wirklich guttut. Denn oft gilt auch hier: Weniger ist mehr.
Wenn Kopfhaut und Haarwurzeln gut versorgt sind, danken es uns die Haare mit mehr Glanz, Fülle und Widerstandskraft. Schließlich sind gesunde, kräftige Haare nicht nur ein Schönheitsmerkmal – sie sind auch ein Zeichen dafür, dass unser Körper im Gleichgewicht ist.
In diesem Sinn: Lass es dir – und deinen Haaren – gutgehen!
Mit liebevoll-haarigen Grüßen,
Susanne
Blog Geschenke made For Mama: Wissenschaft trifft Wohlgefühl

Hallo, mein Name ist Susanne; ich bin Biologin und arbeite seit 2016 als unabhängige (und sehr begeisterte) Wellness-Beraterin mit den ätherischen Ölen von doTERRA.
Auf meinem Blog Geschenke made for Mama möchte ich die Biologie hinter Alltagsphänomenen erklären, damit sie für dich und nicht gegen dich arbeiten. Dazu gehören auch ätherische Öle, die in vielen Bereichen viel Gutes tun können. Das Leben mit ätherischen Ölen ist nicht perfekt – aber besser!
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Mehr lesen: Über mich – Geschenke made for Mama
Einfach mal unverbindlich bei den doTERRA-Ölen vorbeischnuppern:
https://www.mydoterra.com/susannegebert/
Ich bin Biologin und keine Ärztin, und darf keine ärztlichen Empfehlungen geben. Die auf dieser Seite dargestellten und beschriebenen Produkte und Empfehlungen sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln oder zu heilen. Die Produkte ersetzen nicht die ärztliche oder psychologische Versorgung.
Ich arbeite ausschließlich mit den ätherischen Ölen von doTERRA, weil ich sie für die qualitativ besten halte. Meine Erfahrungen und Kenntnisse, über die ich hier berichte, beziehen sich daher nicht auf die Öle anderer Marken.
Weiterlesen im Blog Geschenke made for Mama:
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Stress lass‘ nach: Zur Ruhe kommen mit ätherischen Ölen
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Termine und Neuigkeiten
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Ätherische Öle anwenden
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