Aufschieberitis überwinden: Ursachen verstehen und handeln

Ätherische Öle & Emotionen

Warum wir aufschieben – und wie man Aufschieberitis überwinden kann


Aufschieben hat meistens nichts mit Faulheit oder mangelnder Selbstdisziplin zu tun, sondern mit inneren Blockaden.
Wer die Ursachen für diese Selbstblockade versteht und Schritt für Schritt vorgeht, kann den Teufelskreis durchbrechen und Aufschieberitis überwinden – mit mehr Ruhe, Klarheit und Selbstvertrauen.

Frau sitzt nachdenklich vor einer To-do-Liste und überwindet Schritt für Schritt ihre Aufschieberitis.

Aufschieberitis: Warum das Anfangen oft so schwerfällt

Die Steuererklärung. Der wichtige Anruf. Die Bewerbung. Das Chaos auf dem Schreibtisch. Die Kiste mit den Fotos, die schon seit Monaten sortiert werden soll.

Eigentlich sollte das alles längst erledigt sein.

Stattdessen wird noch schnell die Spülmaschine ausgeräumt, durch die sozialen Medien gescrollt oder plötzlich die Fenster geputzt. Und obwohl die eigentliche Aufgabe unangetastet bleibt, verschwindet sie nicht aus dem Kopf. Im Gegenteil: Das schlechte Gewissen wird mit jedem Tag größer.

Wem das jetzt ziemlich bekannt vorkommt, ist nicht alleine: Fast jeder schiebt gelegentlich unangenehme Aufgaben vor sich her. Problematisch wird es aber erst, wenn daraus ein Dauerzustand wird, der Berg an Aufgeschobenen immer größer wird – und sich das Gefühl einschleicht, den eigenen Alltag nicht mehr in den Griff zu bekommen.

In diesem Beitrag wollen wir hinter die Kulissen der Aufschieberitis blicken.
Denn wer versteht, was uns da blockiert, kann gezielt etwas gegen Aufschieberitis unternehmen.

Aufschieberitis überwinden: Themenübersicht

In diesem Beitrag findest du keine 5-Minuten-Lifehacks, mit denen man Aufschieberitis einfach aus seinem Leben werfen kann, denn die funktionieren, wenn überhaupt nur kurzfristig. Stattdessen geht es hier um die psychologischen Muster, die hinter Aufschieberitis stecken, und welche Maßnahmen wirklich helfen, wenn die „Prokrastination“ (so heißt Aufschieben auf schlau) zuschlägt:

Warum wir bei Aufschieberitis nicht noch mehr Druck brauchen

Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle …
Wer in der Aufschieberitis-Falle sitzt, hat meistens auch noch blöde Sprüche im Kopf – oder bekommt im schlimmsten Fall Kommentare oder gut gemeinte Tipps, die aber an der Sache vorbeigehen.

Denn Aufschieben hat meistens nichts mit Faulheit oder dem „inneren Schweinehund“ zu tun, auch nicht mit mangelnder Selbstdisziplin. Keinen Anfang zu finden liegt oft daran, dass wir sehr subtil ausgebremst werden: Von unserem Perfektionismus bzw. der Angst, es nicht gut hinzubekommen. Von Stress und Überforderung, die verhindern, dass wir Prioritäten setzen können und deshalb nicht mal genau wissen, wo wir anfangen sollen. Vom Berg an bereits Liegengebliebenen, der uns den Mut raubt, dass wir DAS jemals in den Griff kriegen können.

In solchen Momenten versucht unser Gehirn, uns zu schützen – und blockiert.
Und wählt den scheinbar einfacheren Weg: Ablenkung.

Kurzfristig fühlt sich das besser an, langfristig wächst jedoch der Druck – und damit auch das schlechte Gewissen.
Genau hier beginnt der Kreislauf der Aufschieberitis.

Der Aufschieberitis-Teufelskreis

Ablenkung fühlt im ersten Moment besser an – wir sind ja abgelenkt, denken also gerade nicht an das, was wir gerade aufschieben. Aber langfristig wächst der Druck – und das schlechte Gewissen.
Genau hier beginnt der Kreislauf der Aufschieberitis.

Aufschieben wirkt nach außen harmlos, aber in unserem Inneren setzt es eine anstrengende Spirale in Gang: Überforderung – Stress – Aufschieben – kurzfristige Erleichterung – schlechtes Gewissen – noch mehr Druck – noch mehr Aufschieben.

Basilikum ätherisches Öl für Klarheit und Fokus – hilft bei Überforderung loszulassen und neue Energie zu finden

Stress reduzieren

Selbstvertrauen, Mut
und das Gefühl der Selbstwirksamkeit

Viele Betroffene beschreiben nicht Entspannung als Gefühl beim Aufschieben, sondern ständig inneren Stress. Selbst in der Freizeit kreisen die Gedanken um die unerledigten Aufgaben. Und der Berg wächst und wächst.

Deshalb ist es sinnvoll, den Aufschieberitis-Kreislauf zu durchbrechen.
Nicht, indem man sich uncharmant mit einem „Jetzt reiß dich mal zusammen!“ oder „Andere kriegen das doch auch hin“ selbst anfeuert, sondern indem man erstmal zur Ruhe kommt.

Denn unser Hirn wird erst wirklich kreativ und leistungsfähig, wenn es sich sicher fühlt.
Nur wenn der Stresspegel sinkt, kann der präfrontale Cortex wieder vernünftig planen und priorisieren.

Aufschieberitis überwinden in 5 Schritten

Aufschieberitis überwinden ist kein Zaubertrick, der die Steuererklärung, die Bügelwäsche und sonstige unangenehmen Aufgaben einfach wegzaubert. Aber es gibt ein paar bewährte Tricks aus der Psychologie, mit denen man innere Blockaden überwinden und ins Handeln kommen kann.

Es sind keine spektakulären Schritte und sie kosten auch nicht viel Zeit.
Aber sie bringen uns ins Tun und nehmen dadurch der Aufschieberitis die Schärfe:

Schritt 1) Zur Ruhe kommen

Stress bedeutet nichts anderes als „Überlebensmodus“, und in diesem Zustand ist unser Hirn weder besonders kreativ noch produktiv. Es spult lediglich unser gedankliches Notfallprogramm ab und ist nicht bereit für Neues. Vor allem kann es nicht priorisieren: „am Handy scrollen“ erscheint ihm gleich wichtig wie „Steuererklärung machen“.

Und weil unser Hirn außerdem gerne Energie spart, nimmt es das, was es schon kennt und was weniger anstrengend ist: am Handy scrollen.

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Zeit für Veränderung

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für Mut, Klarheit und Selbstvertrauen

Sich aus dieser Situation mit viel Selbstdisziplin herauszuprügeln, klappt vielleicht ein Mal, das nächste Mal schon nicht mehr. Deshalb ist es viel schlauer und effizienter, dem Hirn die Sicherheit und Ruhe zu geben, die es braucht, um wieder Lust auf harte Arbeit zu haben.

Die beste Möglichkeit, um zur Ruhe zu kommen, ist Bewegung, denn das ist der natürliche biologische Weg, mit dem Stresshormone abgebaut werden.

Bitte kein Hardcore-Workout, denn das stresst zusätzlich, sondern ein kurzer Spaziergang, am besten im Grünen. Bereits ein 11-minütiger Spaziergang am Tag senkt nachweislich unser Stresshormon Cortisol, Blutdruck und Herzfrequenz und aktiviert den Stoffwechsel.

Während man seinen Weg entlangspaziert, merkt man schnell, wie das körpereigene Stress-System entspannt. Und vielleicht fängt man innerlich auch schon an, eine Prioritätenliste für die Aufgabe zu erstellen, die man als nächstes angehen möchte.

Eine zusätzliche Möglichkeit zum Entspannen ist der Duft ätherischer Öle, die ich am Ende dieses Beitrags vorstellen werde. Sie sprechen direkt das limbische System an, also den Teil des Gehirns, in dem unsere Emotionen entstehen – also auch die Gefühle wie Überforderung oder Selbstzweifel, die oft hinter Aufschieberitis stecken.

Tipp: Beides in Kombination nutzen für langfristig mehr innere Ruhe und ein besseres Lebensgefühl.

Schritt 2) Salami-Taktik – aus einem großen Berg viele kleine Schritte machen

Der Plan, sich den kompletten kommenden Sonntag mit der Steuererklärung zu beschäftigen, kommt auf der nach unten offenen persönlichen Beliebtheitsskala vermutlich kurz hinter „Harnwegsinfekt“. Kein Wunder, dass die Motivation Reißaus nimmt – und man es sonntags trotz aller guten Vorsätze dann doch irgendwie nicht schafft …

Ein großes Projekt sieht aus wie ein riesiger Berg, den man besteigen soll, und der Gedanke daran ist ziemlich mulmig. Aber 10 Minuten (oder eine halbe Stunde) nach oben zu steigen, ist machbar.

Das ist der Charme der Salamitaktik: nicht alles auf einmal machen, sondern pro Tag nur ein kleines Teilstückchen. Das bekommen wir hin, beruhigt das Gewissen, gibt uns das gute Gefühl, angefangen zu haben und stärkt unser Gefühl der Selbstwirksamkeit.

Bezogen auf das Beispiel „Steuererklärung“ könnte das zum Beispiel sein:

Zitat von Konfuzius über kleine Schritte als Schlüssel, um Aufschieberitis zu überwinden und große Aufgaben erfolgreich zu bewältigen.
  • Ordner anlegen
  • Belege zusammensuchen
  • Rechnungen sortieren
  • Die ersten Zahlen eintragen

Jeder Schritt ist ein kleiner Erfolg und verschafft mehr Luft!
Wichtig ist aber, dass man dranbleibt und sein Viertelstündchen für die Steuererklärung (… oder den Sport, das Buch, das man schon lange schreiben will, den Keller, der aufgeräumt werden muss …) zur regelmäßigen Routine macht.

Schritt 3) Nur zur Probe anfangen

Wenn das Anfangen schwerfällt, weil alles außer perfekt nicht akzeptabel ist und einem die Angst vor dem Scheitern direkt in die totale Blockade schubst, kann „nur zur Probe anfangen“ der Ausweg sein.

Die superwichtige Präsentation, die einfach gut werden muss und einem seit Wochen schwer im Magen liegt, nur zur Probe und mit der Salamitaktik anfangen – am besten frühzeitig, damit die Zeit nicht plötzlich wegrennt: Material sammeln und sortieren, beim nächsten Spaziergang überlegen, welche Botschaft man vermitteln möchte, ins Unreine konzipieren und schreiben, überarbeiten.

Das regelmäßig und als Routine, aber nie zu lang an einem Stück, denn in den Pausen hat man bekanntlich immer die besten Ideen!

Schritt 4) Eat the frog: Ohne Motivation anfangen!

Ja, genau – richtig gelesen: Auch ohne motiviert zu sein anfangen.
Denn die meisten Menschen warten mit dem Anfangen, bis sie sich motiviert oder inspiriert fühlen, wohlwissend, dass man bei manchen Aufgaben dafür bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten kann.

Es hilft nichts: Für manche wichtigen Dinge müssen wir in den sauren Apfel beißen, Kröten schlucken oder „Frösche essen“. Der beste Zeitpunkt für solche Aktionen ist der Arbeitsbeginn, denn dann hat man’s hinter sich und schiebt den Frosch oder die Kröte nicht den ganzen Tag vor sich her.

Wer mag, unterstützt sich mit einem passenden ätherischen Öl: Ich persönlich liebe zum Beispiel Lavendelöl vor schwierigen Gesprächen oder Präsentationen.

Schritt 5) Der richtige Zeitpunkt zum Anfangen?

Wir unterschätzen oft, wie sehr uns Dauerstress und pausenlose Anforderungen in die Aufschieberitis treibt, aber wir überschätzen die Bedeutung von Motivation.

Viele Menschen warten auf den richtigen Moment zum Anfangen wie wir früher als Kinder auf die Mainzelmännchen – aber der kommt nicht. Das hat Gründe: Wie bereits erwähnt ist Motivation so zuverlässig wie das Liebesglück von Britney Spears und hat viel damit zu tun, wie gestresst oder entspannt wir sind: Die besten Einfälle hat man sowieso auf dem Klo oder unter der Dusche.

doTERRA InTune Fokusmischung unterstützt Konzentration und hilft dabei, bei einer Aufgabe dranzubleiben und Aufschieberitis zu überwinden.

Dranbleiben statt aufschieben

Mäßig, aber regelmäßig: Das Ziel ist nicht der eine große Wurf,
sondern Schritt für Schritt besser werden

Was dagegen hilft ist anfangen – und sich das Anfangen zur Gewohnheit zu machen. Wer’s noch nicht kennt, dem möchte ich an dieser Stelle zur Vertiefung den Bestseller von James Clear, Die 1%-Methode – Minimale Veränderung, maximale Wirkung: Mit kleinen Gewohnheiten jedes Ziel erreichen* ans Herz legen. (*Amazon Affilate-Link)

Clear erklärt in seinem Buch anhand vieler psychologischer Studien, warum das Warten auf Motivation oft in die Irre bzw. in die Aufschieberitis führt, und weshalb Micro Habits, also neue Kleinst-Gewohnheiten, unser Leben nachhaltig verändern und besser machen können. Frei nach dem Motto: Die eine Liegestütze am Tag, die ich tatsächlich mache, bringt mir mehr als die zehn, die ich mir zwar vor meinem geistigen Auge vorgestellt, aber nicht gemacht habe.

Aufschieberitis hat weniger mit Motivation und viel mit unseren Gewohnheiten zu tun.
Die zu ändern, braucht Zeit und gerade am Anfang viel Aktivierungsenergie. Aber wenn man sich z.B. angewöhnt, sämtliche Belege regelmäßig und übers ganze Jahr hinweg sofort in den „Steuerordner“ abzulegen, verliert auch unser Beispielthema „Steuererklärung“ viel von seinem Schrecken.

Das setzt voraus, dass wir jeden Tag „on point“ sind.
Also jeden Tag die Kraft und Energie haben, die leidigen 3-Minuten-Aufgaben gleich zu erledigen, anstatt sie zu den anderen auf den Haufen zu werfen. Ob und wie man sich das angewöhnen kann, hat – wie wir gesehen haben – viel mit Stress bzw. unserer inneren Ruhe zu tun. Und hier kommen ätherische Öle ins Spiel.

Ätherische Öle bei Aufschieberitis

Wichtige Voraussetzungen, um Aufschieberitis zu überwinden, sind innere Ruhe und ein klarer Kopf, damit wir besser Prioritäten setzen und anfangen können. Ätherische Öle können dabei eine große Unterstützung sein.

Sie können helfen, aus dem ständigen Gedankenkarussell auszusteigen und zurück zu unserer Mitte zu finden. Manche Öle wirken klärend und fokussierend, andere schenken neue Energie und Motivation.
Wieder andere helfen, inneren Druck loszulassen und ruhiger zu werden.

So entsteht eine innere Balance, die es leichter macht, anzufangen – ohne Zwang, sondern mit einem Gefühl von Klarheit und Leichtigkeit. In Kombination mit den 5 Schritten, die ich gerade vorgestellt habe, kann das das Ende deiner Aufschieberitis sein – oder zumindest eine deutliche Verbesserung!

Bewährte Öle und Ölmischungen bei Aufschieberitis sind zum Beispiel:

  • Innere Ruhe: Lavendel, Balance™ oder Adaptiv
  • Selbstermächtigung und Befähigung: Ingwer (Ginger)
  • Neustart, Durchhaltevermögen, sich auf’s Wesentliche konzentrieren: Basilikum (Basil)
  • Sich nicht ablenken lassen & dranbleiben: Vetiver, Rosmarin, Pfefferminze oder die doTERRA-Mischung InTune (Fokus-Mischung)
  • Gute Stimmung & positive Raumatmosphäre: Zitrusöle wie Wild Orange, Lemon (ätherisches Zitronenöl) oder Grapefruit im Diffuser, zur Erfrischung und zum Wachmachen zusätzlich 2-3 Tropfen Pfefferminze (Peppermint) im Diffuser und/oder auf Nacken und Schläfen massieren

Fazit Aufschieberitis überwinden: Wir brauchen nicht mehr Druck, sondern neue Gewohnheiten

Aufschieberitis ist menschlich; wir alle schieben Unangenehmes gerne mal auf.
Aber wenn Aufschieben zur Gewohnheit wird, der Berg an Liegengebliebenem wächst und man seine freie Zeit nicht mal mehr genießen kann, weil man ständig daran denkt, wird das zur Belastung.

Wie wir gesehen haben, hat Aufschieben nichts mit Faulheit, dem „inneren Schweinehund“ oder einem Mangel an Selbstdisziplin zu tun, sondern sehr häufig mit Stress und Überforderung. Deshalb beginnt Veränderung nicht mit noch mehr Disziplin, sondern mit Verständnis für die eigenen Gefühle, klaren Prioritäten und vielen kleinen Schritten.

Denn am Ende geht es nicht darum, alles perfekt zu erledigen, sondern darum, wieder Vertrauen in sich selbst zu gewinnen.

Jede noch so kleine Aufgabe, die du heute angehst, ist ein Schritt heraus aus der Aufschieberitis – und hinein in ein Leben mit mehr Leichtigkeit, Selbstwirksamkeit und Freude.

Bitte melde dich, wenn du mehr zum Thema oder den vorgestellten ätherischen Ölen wissen möchtest.
Ich hoffe, dieser Beitrag hat dich ein bisschen weitergebracht, und freu mich, wenn wir uns vielleicht mal hören oder lesen.
Alles Liebe für dich und gutes Gelingen!
Susanne

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